Ich lege jeden Tag ein Ei und sonntags manchmal zwei.
Und wenn ein Jahr dann ist vorbei, dann werd ich eins, zwei, drei
vergast oder weg geworfen, getötet alleweil,
denn bringen tu ich nicht genug, die Kosten sind zu steil!
— Sarah

Unsere Hühner

Unsere Hühner-Mädels sind aus diesem Mechanismus heraus gerettet worden: da an Ostern besonders viele Eier konsumiert werden, werden nach Ostern besonders viele Legehennen getötet. Doch NARREN sind rechtzeitig am Ort des Geschehens gewesen und haben Einige retten können, ihnen erstmals ein Leben schenken können. Bei uns auf HOF NARR sind sie zum ersten Mal unter die Sonne getreten, haben Erde unter den Krallen gespürt, freie Luft geatmet. Unseren Bertas (wie wir sie liebevoll getauft haben), die besonders gerne ein Sonnenbad nehmen und im Freien scharren, muss unser bescheidenes Gehege wie das Paradies vorgekommen sein. Jedenfalls haben sich die nackten, federlosen, rot glühenden, geschundenen Tiere gut erholt und sind kecke, menschenfreundliche Damen geworden. Trotz der liebevollen Zuwendung, die sie hier auf HOF NARR bekommen, sind Einige von ihnen an der Überzüchtung zu Eierlegemaschinen gestorben: ihr Körper ist unter den Missbildungen einfach zusammen gebrochen, oder sie sind bei einer Legenot gestorben.

Aus einem Eier-Betrieb gerettete Hühner frisch nach ihrer Ankunft auf Hof-Narr

Friedas und Bertas mit wieder intaktem Federkleid (Photo: Seraina Boner)

Friedas und Bertas mit wieder intaktem Federkleid (Photo: Seraina Boner)

SO KANNST DU UNSERE HÜHNER UND UNSEREN HAHN UNTERSTÜTZEN. Sie benötigen tägliche Pflege, Futter und Platz zum leben.  

Unser HAHN

Zu Weihnachten konnten wir den Bertas, unserer Hühnerschar, ein besonderes Geschenk machen: der Einzug von „Bertrand le Beau“, ein wunderschöner Hahn aus der Familie der Riesen Bramas. Am Heiligabend konnte er vor dem Kochtopf gerettet werden und hat auf HOF NARR einen sicheren Platz gefunden, wo ihm niemand zu Leibe rücken will. Die Hühner waren begeistert – hatten sie es doch zum ersten Mal in ihrem Leben mit einem Hahn zu tun! Endlich konnten sich leiten lassen und Verantwortung abgeben, ohne Hahn sind Hennen desorientiert und ihre Gruppe ist inkomplett. Seit Bertrands Zuzug hat sich die Struktur sehr harmonisiert und man kann beobachten wie sich eine schöne Familienordnung gebildet hat. Wirklich glückliche Hühner eben.