Der Sprung aus dem Hamsterrad

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." Mahatma Gandhi.

Die Menschen verbrauchen mit ihrem selbstverliebten und zunehmend sinnentleerten Lebensstil rücksichtslos Lebensgrundlagen von anderen und zukünftig lebenden Menschen. Leistung, Besitz, Konsum, Erfolg, Macht, Status, Wellness – es gibt viele Namen für die heutigen Fetische mit ihren kurzfristigen Befriedigungen und zerstörerischen „Nebenwirkungen“ auf andere Menschen (die in Fabriken eingesperrt für Hungerlöhne schuften, weil wir billig oder Markenklamotten geil finden), auf unsere tierlichen Mitlebewesen und die Zukunft unserer Kinder. Um sich aus diesem Hamsterrad – das nebenher immer mehr Menschen krank und pillenabhängig macht – zu befreien, braucht es eine gehörige Portion NARRENfreiheit. Mit Einblicken in die Zusammenhänge und Hintergründe, mit motivierenden Geschichten und konkreten Möglichkeiten es Anders zu tun, schaffen wir anregende  und interessante Gelegenheiten für die Rückeroberung der eigenen Freiheit. 

Längst ist bekannt, dass der heute ganz normale Lebensstil nur mit Ökosystem-Schäden und der systematischen Ausbeutung von anderen Menschen und Tieren zu haben ist. Oder glaubt jemand im Ernst, dass die mit billigen Konsumwaren und Nahrungsmitteln vollgestopften Läden alle nur ökologisch unbedenkliche Ware ohne Mensch- und Tierleid verkaufen? Mit dem bedenkenlosen Konsum „profitieren“ wir rücksichtslos von der Ausbeutung anderer Menschen als Billig- „Arbeitskräfte“, vom Tierleid in Massenställen und Schlachthöfen und von Waldzerstörungen, um Platz zu schaffen für riesige Monokulturen, um hier nur einige Beispiele zu nennen. 

Dies selbst dann, wenn klar ist, dass unser Massenkonsum tierischer Produkte, nicht nur Tieren Leid beschert und ihnen das Leben nimmt. Sondern auch zur Abholzung der Urwälder beiträgt, zerstörerische Monokulturen schafft (95% der Weltsojaernte wird für Tierfutter angebaut), zur Vernichtung wertvoller Nahrungsmittel beiträgt (ein Drittel der Ackerflächen weltweit wird für Tierfutteranbau verwendet - 10 pflanzliche Kalorien werden etwa verbraucht um eine tierische herzustellen) und den Klimawandel anheizt (20 bis 50% der weltweiten Treibhausgasemissionen werden mit der Tierhaltung in Verbindung gebracht).

Um aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen, braucht es neue Erfahrungshorizonte. Orte wo man wieder erfahren kann, wie es sich leben lässt, ohne am kollektiven Konsumrausch teil zu nehmen und möglichst ohne anderen Lebewesen zu schaden. Das sind Orte, wo Menschen und Tiere friedlich mit- und füreinander leben.

Wenn wir in unserem unmittelbaren Umkreis wieder solche Erfahrungen machen können, wenn wir den Sprung aus dem Hamsterrad schaffen, dann werden wir auch mithelfen, entferntes Leiden zu mindern. 

Georg