UNSERE HUNDE
Unsere Hofhunde stammen nicht aus der Zucht, sie sind allesamt Tierschutzfälle. An dieser Stelle möchten wir euch enorm ans Herz legen, keine Hunde aus Zuchten zu kaufen, dahinter steckt oft sehr viel Leid (vor allem für die Muttertiere) und nicht so schicke Bedingungen wie die Bilder suggerieren. Ausserdem sind die Tierheime voll mit den wunderbarsten Hundepersönlichkeiten, die einen Platz suchen. Falls ihr keine Tierheim kennt, empfehlen wir euch zum Beispiel diese hier:
Unsere liebe Anoushka wurde über sie gerettet und wir schätzen die grossartige Arbeit der Menschen sehr.
Unser lustige Majusch kam von dort und wir sind ihnen seit Jahren verbunden.
Ebenfalls grossartige Arbeit die hier geleistet wird.
Viele Menschen haben ihren Hundefreund fürs Leben oder ihre Hundefreundin für die Familie an einem dieser Orte gefunden.
AdopTIEREn, nicht züchten…
Henry
Grüezi ihr da Draussen, ich bin es, Henry. Viele von euch werden mich noch nicht persönlich kennengelernt haben, obwohl ich den Hof Narr nun schon seit knapp zwei Monaten mein Zuhause nennen darf. Das liegt wohl daran, dass ich häufig noch etwas schüchtern bin und mein Glück noch nicht wirklich begreifen kann. Schliesslich hat sich in den letzten Monaten viel für mich verändert und ich bin nun endlich an einem Ort angekommen, an dem ich bleiben kann. An einem Ort, wo die Menschen sogar die Zeit finden mir den Bauch zu streicheln und ich mich entspannen und Freundschaften finden kann. In meinen ersten sieben oder acht Lebensjahre, wie alt ich wirklich bin weiss niemand so genau, sah das ganz anders aus. Ich lebte lange auf der Strasse in Russland und verlor in der Zeit einen kompletten Fuss und an einem anderen Fuss mehrere Zehen – wie das passiert ist, wird mein Geheimnis bleiben und ist auch nicht mehr so wichtig. Die letzten zwei Jahre im Tierheim in Moskau waren sehr hart und laut, kein Wunder bei mehreren tausend anderen Hunden. Umso mehr freue ich mich auf das Kommende und auf viele liebevolle Begegnungen mit euch. Ich bin mir ganz sicher mit viel Geduld und Vertrauen im nahenden Sommer viele von euch auf dem Hof anzutreffen. Für den Fall, dass ihr mich dann nicht erkennt, haltet einfach nach einem kleinen Wolf mit liebevollen und vertrauenssuchenden Blicken Ausschau. Spätestens wenn ihr in meine Nähe kommt und ich mich schlagartig auf den Rücken schmeisse und ich um Bauchstreicheleinheiten bitte, werdet ihr mich erkennen.
Vielleicht hat ja dann auch jemand von euch Lust mein/meine Pat:in zu werden und unter anderem dabei zu helfen, dass ich eine Gehhilfe bekomme. Letztens war schon ein netter Mann da und hat mir während des Anfertigens eines Gipsabdrucks ins Ohr geflüstert, dass er sich darum bemüht mir eine Prothese zu bauen. Hätte mir das mal jemand vor zwei Monaten erzählt….
Bis ganz bald, euer Henry
Anoushka
Wer dich sieht, bleibt meist stehen, oft etwas verwundert und doch entzückt.
Mit deinem Wackel-Gang, der fast schon an Tanzen erinnert, bietest du einen eher ungewohnten Anblick. Ganz klar die Lebensfreude und die Liebe stehen dir ins Gesicht geschrieben und mit deiner sprudelnden und liebevollen Art wickelst du uns alle um die Pfote.
Die ersten 4 Jahre deines Lebens hast du im Tierheim verbracht, zuerst in Rumänien und dann hier in der Schweiz.
Deine Ataxie machte das Überleben auf der Strasse unmöglich und erschwerte deine Suche nach einem liebevollen Für-Immer-Zuhause. Oft fehlt es an Wissen über deine sogenannte „Behinderung“ und manchmal auch an der Fähigkeit über die äussere „Andersartigkeit“ hinwegzusehen und nur die zu sehen die da ist: Ein glückliches und einzigartiges Lebewesen welches sich nach Liebe, Freundschaft, Unversehrtheit und in deinem Fall vielen Spiel-Stunden sehnt.
Herzlich Willkommen liebe Anuschka. Du hast unsere Herzen im Sturm erobert. Wir sind uns sicher du wirst noch viele Menschen berühren und zusammen haben wir die Möglichkeit über dein Handicap zu erzählen und zu zeigen „normal“ ist nur was wir daraus machen.
Du bist ein wundervolles Beispiel dafür, dass Lebensfreude und Liebe in ganz unterschiedlicher Form zu Tage tritt und sich nicht behindern lässt.
Brianna
Brianna verbrachte ihre ersten drei Lebensjahre in einem Zwinger in Rumänien.
Ihr Alltag war geprägt von Alleinsein und Entbehrung, Nähe, Sicherheit und Fürsorge kannte sie kaum.
Heute ist Brianna bei uns angekommen. Sie darf lernen, dass die Welt auch sanft sein kann.
Brianna lebt mit Ataxie, einer neurologischen Beeinträchtigung, die vermutlich bei ihrer Geburt entstanden ist. Durch eine Unterentwicklung des Kleinhirns fällt ihr die Feinmotorik schwer, und auch das Laufen ist für sie oft eine Herausforderung. Manchmal braucht sie Unterstützung, Geduld und Zeit.
Dank regelmässiger Physiotherapie, viel Übung und behutsamem Muskelaufbau hat sich ihr Bewegungsablauf bereits spürbar verbessert. Jeder kleine Fortschritt ist für uns ein grosses Geschenk. Wir glauben fest daran, dass Brianna weiterhin Schritte machen darf – in ihrem Tempo, auf ihre Weise.
Brianna wird immer auf Hilfe angewiesen sein. Und genau das ist in Ordnung.
Sie zeigt uns täglich, dass Stärke nichts mit Perfektion zu tun hat, sondern mit Vertrauen, Lebenswillen und dem Mut, sich tragen zu lassen.
Mit ihrer stillen Art, ihrem sanften Blick und ihrem grossen Herzen ist Brianna eine besondere Seele auf unserem Hof, eine Lehrerin für Achtsamkeit, Mitgefühl und bedingungslose Liebe.
Moon
Moon, von uns liebevoll Moumouni gerufen, verbrachte sechs Jahre im Tierheim nach dem er auf einem Stein im Fluss ausgesetzt und mehrere Stunden später befreit wurde. Er ist 7-8 Jahre alt.
Anfangs noch misstrauisch, lerntest du in Windeseile dazu:. Vertrauen fassen zu uns Zweibeiner:innen, Katzen als Freundinnen erkennen, vertrauen, dass wir Bezugspersonen wieder kommen, auch wenn wir mal raus gehen, so dass du entspannt chillen kann zu Hause, merken, dass Treppen gar nicht so schwer zu bezwingen sind, und sogar komplizierte Hundespiele sind ein Klacks zu lernen für so pfiffige Hunde wie dich.
Wir sind sooo froh, dass du bei uns bist und unser Leben und unsere Hundegang bereicherst!
UNSERE KATZEN
PITSCHI
Als Pitschi gefunden wurde, war sein Körper aufgerissen und er lag halbtot auf der Strasse. Niemand vermisste ihn, niemand fühlte sich zuständig – er schien niemandem zu gehören.
Es folgten drei lange Monate beim Tierarzt. Seine Wunden mussten immer wieder neu genäht werden, der Weg zurück ins Leben war mühsam und ungewiss. Doch Pitschi gab nicht auf.
Heute ist davon kaum mehr etwas zu erahnen.
Pitschi ist der verschmusteste Kater von allen – ein echter Charmeur auf vier Pfoten. Mit grosser Selbstverständlichkeit besucht er täglich verschiedene Narrenswohnungen, als wären es seine ganz persönlichen Termine. Wo immer er auftaucht, bringt er Nähe, Ruhe und ein Lächeln mit.
Pitschi ist unglaublich lustig, humorvoll und innerlich so gefestigt, dass ihn selbst wilde Hunde kein bisschen aus der Fassung bringen. Nichts scheint ihn aus seiner Mitte zu reissen.
Er zeigt uns, wie viel Heilung möglich ist, wenn ein Tier endlich gesehen wird – und wie aus tiefem Schmerz Leichtigkeit, Vertrauen und Lebensfreude wachsen können.
Mina
Mina wurde als sehr junge Katze im Wald gefunden. Sie war abgemagert und hatte viele Parasiten und kahle Stellen. Mina liebt die Gesellschaft von Menschen, so isst sie z.B. ihr Futter nur im Beisein ihrer Bezugspersonen. Die zarte Katzendame mit dem herzförmigen Pigmentfleck auf der Nase, ist sehr musikalisch. Sie liebt das Klavierspiel und Operngesänge. Wenn man für sie pfeift, kommt sie angerannt und miaut enthusiastisch mit.
Auri
Wenn ein Strassenkater dich anschaut, dich adoptiert und dir offenbart, dass er für immer bleiben möchte, was tust du? Du stellst dein Leben wieder einmal um und heisst ihn willkommen. Auri hat uns vor Weihnachten entdeckt und ist gekommen um zu bleiben. Unmissverständlich.Herzlich willkommen Auri! Wir werden alles geben damit du gesund wirst und dein Urvertrauen in uns nicht enttäuscht wird!
Findus
Der süsse Findus kommt aus Kreta und wurde dort von einer beherzten Person gerettet. Das Schicksal der Strassenkatzen in den Ferienparadiesen dieser Welt ist ein sehr trauriges. Sie leben dort zu tausenden, meist versteckt an den Häfen und in den Strassen. Ernähren sich von dem was sie finden, leiden an Hunger und Krankheiten oder werden in Tötungsstationen entsorgt weil das Strassenbild für Touristen schön sein soll.
Für Katzen wie Findus ist das Überleben auf der Strasse unmöglich, den Findus hat Ataxie.
Pan
Der kleine scheue Pan kommt aus Spanien und dort lebte er unter den gleichen Umständen wie Findus. Auch Pan hat Ataxie, schielt und hat kaum mehr Zähne. Er sieht aus wie ein super süsser Vampir mit den wenigen Zähnen die er noch hat. Wir Narren haben uns sofort in ihn verliebt. Pan ist eher ängstlich und doch gibt es immer wieder Momente in denen er sich durchknuddeln lässt. Sein Vertrauen schätzen wir dann umso mehr.
Lio
Lio’s Geschichte bewegt uns zutiefst. Er wurde mehr tot als lebendig auf den Strassen von Bulgarien gefunden. In der Klinik stellte man fest dass seine Verletzungen wohl von Verbrennungen stammen und es konnte Benzin nachgewiesen werden, was für Brandstiftung spricht. Kaum jemand glaubte an sein Überleben aber Lio wollte Leben und wie ein Wunder erholte er sich von seinen Wunden. Aber sein Augenlicht verlor er dabei für immer. Zutiefst schockiert über sein Schicksal holten wir Lio zu uns. Und jeden Tag staunen wir über ihn; über sein Vertrauen, seine Unerschrockenheit, seine Coolness (es gibt kein besseres Wort um ihn zu beschreiben), sein grosses Herz und wie gut er zurecht kommt ohne Augen.
Pamina
Ebenfalls blind ist Pamina, doch sie lässt sich von Niemandem dadurch einschränken. Und sie sieht mit dem Herzen so gut, wie viele es nicht mit den Augen tun. Sie ist so freundlich, egal ob zu Schwein, Hund, Mensch oder Katze. Sie ist einfach eine ganz tolle Freundin.
Als sie im Tierheim auf einen Platz wartete, hätte sie sich wohl nicht träumen lassen, dass sie einmal so viele Freundinnen finden könnte.
Damals war sie mit ihrer besten Freundin lange am warten und keiner wollte sie. Wir hatten beide eingeladen, doch kurz vor dem Umzug starb ihre Freundin. Umso wichtiger war die schnelle (und sehr problemlose) Integration mit den anderen Katzen und Hunden hier. Alle lieben Pamina und Pamina liebt wohl auch alle. Zumindest ist sie mit allen ein Schätzchen.
Coralie
Auch Coralie hat keine Augen.
Coralie sei ängstlich und menschenscheu hiess, doch ist sie bei uns immer mit dabei. Egal wo wir Bürostunden absitzen oder Schweinchen versorgen, irgendwo in der Stöckliwohnung entdecken wir immer mittendrin Coralie. Ihre zärtlich-stille Präsenz ist berührend und lässt uns schmunzelnd die Buchhaltung erledigen.
Ausserdem ist sie die beste Freundin von Pamina geworden und das ist eine wunderbare Freundschaft.
“ATAXIE
Bei Ataxie handelt es sich um ein fehlerhaftes Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen bei der Ausführung von Bewegungen. Die Katze zeigt Bewegungs- und Koordinationsstörungen. Ataxie ist keine Krankheit, sondern eine Behinderung, welche die Lebensfreude einer Katze aber keineswegs trübt. Bewegungen können vom Gehirn nicht mehr gesteuert werden. Zielgerichtete Bewegungen fallen schwer oder sind nicht möglich. Dies kann sich unter anderem auf das Gleichgewicht auswirken, so dass die Betroffenen bei der Fortbewegung schwanken oder sogar umfallen können. ”
***************************************